COPD News 16-05-2017

Was ist COPD?
Eine Zusammenfassung verschiedenster Lungenkrankheiten, die chronisch sind, also nicht heilbar.
Früher sagte man auch chronischer Bronchitis, – was sehr untertrieben ist – oder Raucherlunge.
Das kannte jeder und wusste was gemeint ist. COPD werden diese verschiedenen Erkrankungen seit ca 20 Jahren genannt. Die Bezeichnung ist jedoch nicht genügend präzis, denn man
kann COPD auch ohne Rauchen bekommen. In der Dritten Welt sind
Kochstellen in Innenräumen die Hauptursache. In der Schweiz sind aber
tatsächlich über 90% Prozent der Betroffenen Raucher.
**********************************************************

Und hier noch eine super gute Erklärung von Jens Lingemann

Jens Lingemann
Die COPD ist eine chronisch fortschreitende, irreversible (nicht
rückführbare) Erkrankung bei der entzündliche Veränderungen der
Bronchialschleimhäute stattfinden wodurch diese anschwellen. Im weiteren
Verlauf werden zudem die Flimmerhärchen (Flimmerepithel) zerstört (in
gut 90% der Fälle durch Nikotinkonsum) die unter anderem für den
Abtransport sämtlicher Fremdstoffe in Richtung Rachen zuständig sind.
Sehr vereinfacht ausgedrückt dienen Sie also zur Reinigung der oberen
Atemwege.
Im weiteren Verlauf stellt sich bei vielen der Erkrankten zudem ein
Lungenemphysem (Überblähung der Lunge) ein.

Je nach Stadium, Art und IST Zustand der Erkrankungen können sich
patientenindividuell folgende Symptome einstellen:

mehr oder minder ausgeprägter AUSWURF aufgrund einer gesteigerten
Produktion von Bronchialsekret,
mehr oder minder ausgeprägter HUSTEN,
mehr oder minder ausgeprägte ATEMNOT

Hieraus leitet sich auch der Begriff AHA Symptom ab.

Durch die Inhalation von Noxen (Giftstoffen jeder Art) Rauchen, Stäuben
etc. werden die Entzündungsprozesse signifikant beschleunigt.
Selbiges gilt für Exazerbationen (Verschlechterungen egal welcher Ursache)
insbesondere für Pneumonien (Lungenentzündungen).

Ich hoffe, dass ich Dir damit ein wenig mehr Einblick in diese komplexe
Materie vermitteln konnte.
Differenzierte Erläuterungen wären nach meinem Erachten nur möglich,
wenn man auf medizinische Fachterminologie zurückgreifen würde, was aber
wenig Sinn macht, da die
genauen Biochemischen Vorgänge und Zusammenhänge welche die Entstehung
der Erkrankungen begünstigen bis heute nicht zu 100 Prozent geklärt sind.
Es wird hierzu aber weltweit geforscht.

Einfacher und verständlicher kann man es nicht beschreiben! Deshalb diese Kopie.

10. Symposium-Lunge in Hattingen am 02. September 2017
https://www.lungenemphysem-copd.de/pages/public/symposium-lunge/symposium-2017/allgemeine-informationen/index.php

Patienten Umfragen
https://www.lungenemphysem-copd.de/pages/public/umfragen/index.php

Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland
patientenorganisation@lungenemphysem-copd.de
https://www.lungenemphysem-copd.de

Vorsitzender
COPD – Deutschland e.V.
http://www.copd-deutschland.de
verein@copd-deutschland.de

YouTube Kanal> https://www.youtube.com/channel/UCRxl1T_Gqr83RI6NliukmsQ
Facebook> http://www.facebook.com/groups/243543512219/
Twitter> https://twitter.com/#!/COPDDeutschland


==========================================
ACHTUNG INFO:
Alle folgenden Artikel sind nicht von mir geschrieben und auch nicht geprüft.
Sie gelten nur als Information!
==========================================

2017-xx-xx neuester Artikel

************************Artikel Ende**********************

2017-06-22
COPD – Therapieempfehlungen überarbeitet

Meet-the-Expert: Die Empfehlungen der GOLD (Global Initiative for
Obstructive Lung Disease) zur Diagnose, Therapie und Prävention der COPD
liegen im neuen GOLD-Report 2017 vor. Definitionen und
Therapieentscheidungen wurden modifiziert und Exazerbationen konkretisiert.

Die unabhängige Organisation GOLD hat ihre Empfehlungen im GOLD-Report
2017 grundlegend überarbeitet. „Leider lassen die nationalen Leitlinien
noch auf sich warten“, bedauerte Dr. med. Mark Voss-Dirks, Hannover. Er
geht jedoch davon aus, dass diese bald folgen und sich an den
GOLD-Empfehlungen orientieren werden.
Was ist neu?

In GOLD 2017 wurde der Lungenfunktionswert von den Schweregraden
separiert. Die Einteilung der Schweregrade A–D erfolgt nach den neuen
Empfehlungen ausschließlich aufgrund der Schwere der Symptome und der
Exazerbationsanamnese. Neu aufgenommen wurde die Unterteilung der
Exazerbationsschwere in mild, moderat und schwer. Die medikamentöse
Therapie orientiert sich weiterhin an den Schweregraden A–D. In der
Erstlinientherapie sind Bronchodilatatoren angezeigt. Die duale
Bronchodilatation etwa mit der LABA/LAMA-Kombination
Indacaterol/Glycopyrronium (Ultibro® Breezhaler®) wird ab Gruppe B
empfohlen. Nach wie vor würden zu häufig inhalative Kortikosteroide
(ICS) eingesetzt, bemängelte Voss-Dirks und verwies auf die
FLAME-Studie, die deutlich machte, dass die Kombination
Indacaterol/Glycopyrronium einer Salmeterol/Fluticason-Kombination
hinsichtlich der Reduktion von Exazerbationen signifikant überlegen ist.
Deshalb rät der Experte zur Deeskalation mit ICS-Verzicht.

[@uelle Der Allgemeinarzt] [ https://goo.gl/eSvG1m ]

************************Artikel Ende**********************

2017-05-15
Pneumothoraxes – Prognose und Vorbeugung – Herr XXX

Am 14.05.2017 schrieb Herr XXX:

[Dies Nacht hatte ich einen Pneumothorax. Das war jetz der dritte.
Anzeichen: Ich werde kein Sekret los, und habe einen trockenen Husten
der aber nicht sehr gravierend ist.]

Hallo XXX

Ob man als Patient tatsächlich in der Lage ist bei sich selber
zweifelsfrei einen Pneumothorax zu diagnostizieren und aufgrund dieser
Eigendiagnose eine Verhaltensmaßnahme festlegen kann, sollte zumindest
hinterfragt werden. Husten und zähes Bronchialsekret sind keine
Anzeichen eines Pneumothorax.

Es gibt unterschiedliche Formen von Pneumothoraxes, von welchen nur
einer als nicht lebensgefährlich eingestuft werden kann.

Ich selber habe im Jahr 2000 innerhalb weniger Wochen gleich 3
Pneumothoraxes gehabt, was einen 12 wöchigen Aufenthalt in 2 Kliniken
und einer Rehaklinik zur Folge hatte.
In beiden Kliniken habe ich mehr als 1 Woche auf der Intensivstation
verbracht. Davon einige Tage im Koma. In allen Fällen mussten Bülow
Drainagen gelegt werden.

Du schreibst:
[Kann mir vielleicht jemand helfen, es geht um die Anzeichen und
Vobeugeung damit es erst garnicht soweit kommt.]

Zum Thema Prognose und Vorbeugung steht auf der Webseite der Lungenärzte
im Netz:

Ein rechtzeitig erkannter Pneumothorax kann gut geheilt werden – bei
kleineren Luftansammlungen sogar allein durch Bettruhe.

Dagegen ist bei schweren Vorerkrankungen der Lunge die Prognose
schlechter und es kann zu lebensbedrohlichen Situationen kommen. Man
weiß, dass bei Patienten mit einem fortgeschrittenen Lungenemphysem oder
langjähriger Mukoviszidose die Sterblichkeit bei einer zusätzlichen
Erkrankung an einem Pneumothorax deutlich ansteigt.

Der Spontanpneumothorax hat die beste Prognose, allerdings neigt vor
allem dieser zu wiederkehrendem Auftreten. So kommt es nach dem ersten
Spontanpneumothorax in ca. 30% der Fälle zu einem erneuten Pneumothorax
– nach dem zweiten sogar in 60% der Fälle. Das höchste Risiko für einen
Rückfall besteht in den ersten drei Monaten nach der Erkrankung.

Um ein erneutes Auftreten zu verhindern, wird nach der Genesung eine
körperliche Schonung von mehreren Monaten empfohlen. Auch sollte Fliegen
ohne Druckausgleich oder Gerätetauchen für die nächsten sechs Monate
vermieden werden, da dies das Entstehen eines erneuten Pneumothorax
begünstigen könnte. Sobald der Pneumothorax völlig ausgeheilt ist und
wenn die Ursache der Erkrankung erfolgreich behoben wurde, kann aber
jede andere Sportart ausgeübt werden.

Entsteht ein traumatischer Pneumothorax durch ärztliche Eingriffe, ist
es wichtig, ihn rechtzeitig zu erkennen. Deshalb wird nach Eingriffen,
bei denen es relativ leicht zu einem Pneumothorax kommen kann, eine
Röntgen-Kontrolle gemacht, um gegebenenfalls schnellstmöglich
nachbehandeln zu können.

Die Dauer bis zur vollständigen Heilung dauert je nach Schwere der
Ausprägung wenige Tage bis mehrere Wochen. Da Rauchen eine große Rolle
bei der Entstehung von Lungenerkrankungen spielt, gehören das
Nichtrauchen und die Raucherentwöhnung zu den wichtigsten
beeinflussbaren Strategien zur Vorbeugung eines Pneumothorax.

Fazit:
Meiner persönlichen Meinung nach ist die Selbstdiagnose eines
Pneumothorax und eine daraus abgeleitete weitere Vorgehens-
Verhaltensweise nicht nur unmöglich sondern auch extrem gefährlich.

2017-05-16 Pneumothorax

Verschiedene Formen des Pneumothorax – Definition Diagnostik – Behandlungsoptionen

Hallo zusammen

Das man einen Pneumothorax nicht selber diagnostizieren kann, hatte ich
ja bereits ausgeführt.

Bei einem Defekt der Pleura (Rippenfell) kann Luft in den Pleuraspalt
eintreten, wodurch es zu einem Zusammenfallen der elastischen Lunge
kommt (Pneumothorax). Es kommt zu einer Kollabierung des Lungenflügels,
der betroffene Lungenteil nimmt nicht mehr an der normalen Atmung teil,
wird aber zunächst weiter durchblutet. In vielen (nicht allen) Fällen
kommt es daraufhin zu schwerster Atemnot hin bis zum Erstickungsanfall.

Häufigste Ursache für das Entstehen eines Pneumothorax kann neben
äußeren Verletzungen (z.B. durch Unfälle, Messerstiche, Schußwunden) das
spontane Platzen eines Lungenbläschens (Emphysemblase=Bulla) sein.

In dem Zusammenhang spricht man auch von einem Spontanpneumothorax.

Darüber hinaus können aber auch, was jedoch eher seltener passiert,
rippenfellnahe Entzündungen oder Tumore zu Pleuradefekten führen.
Selbstverständlich besteht bei allen bronchoskopischen Verfahren oder
Untersuchungsmethoden ebenfalls ein Restrisiko des Auftretens eines
Pneumothorax.

Es gibt unterschiedlichste Formen eines Pneumothorax man unterscheidet
zudem zwischen der offenen und geschlossenen Form
Spontaner Spannungspneumothorax
Sonstiger Spontanpneumothorax
Iatrogener Pneumothorax
Sonstiger Pneumothorax
Hämatopneumothorax
Pneumothorax, traumatisch
Hämatopneumothorax, traumatisch

Die Diagnose und Verlaufskontrolle erfolgt zumeist über bildgebende
Verfahren, vorzugsweise Röntgenaufnahmen aber bei medizinischer
Notwendigkeit auch mittels CT (Computertomographie). Die betroffenen
Lungenareale werden schwarz dargestellt.

Das Ziel der Behandlung ist es, die Lunge wieder zur Ausdehnung und
somit Funktion zu bringen.
Die Rezidivhäufigkeit des Spontanpneumothorax ist hoch, das Risiko eines
Rezidivs noch wesentlich höher.

Der Spontanpneumothorax, insofern dieser mit Atemnot einhergeht wird
zumeist durch legen einer Thoraxdrainage mit Sog (Bülau-Drainage) zur
Ableitung der Luft und Ausdehnung der zusammengefallenen Lunge behandelt.

Erst wenn diese Maßnahme nicht greift, also keine vollständige
Rückbildung eintritt, wird eine thorakoskopische Pleurektomie
durchgeführt d. h. die Entfernung des oberen Anteils des Rippenfells an
der Thoraxwand, wodurch eine Verklebung der Lunge mit der Thoraxwand auf
Dauer am sichersten erreicht wird.

************************Artikel Ende**********************

03-05-2017 Daxas 500 und Theophyllin

Hallo zusammen,
mein Lungenarzt hat mir jetzt wieder Daxas verordnet. Bisher durfte ich
Daxas nicht nehmen, da ich bis vor einem Jahr noch Immunsuppressiva wegen
der LUPUS-Erkrankung nehmen musste.
Also: Daxas nehmen und dafür soll ich aber das Theophyllin weg lassen.
Theophyllin weg lassen, das klappt bei mir nicht. Ich bekommen sehr starke
Atemnot. Hier muss ich natürlich mit meinem Lufa noch mal drüber reden.
Bisher nehme ich deshalb noch kein Daxas und Theophyllin nehme ich weiter.
M.E. und so wie ich auch hier im Forum gelesen habe, ist Daxas kein Ersatz
für Theophyllin.

Hat jemand von Euch Erfahrung damit Daxas und Theophyllin (also beides) zu
nehmen?
Würde mich über eine Antwort freuen.

Hallo XXX

Vorab, eigene Erfahrungen mit dem Wirkstoff Roflumilast (Daxas) habe ich
keine, deswegen beschränke ich mich in dieser Mail auf bekannte Fakten
und von Betroffenen hier in der Mailingliste in den zurückliegenden
Jahren mitgeteilte persönliche Erfahrungswerte.

Mit Daxas (Roflumilast) ist im Sommer 2010 ein Medikament mit einem
komplett neuen Wirkungsprinzip zugelassen worden.
Der Wirkstoff Roflumilast gehört zu den sogenannten Phosphodiesterase
(PDE)-4-Hemmer der zur Behandlung schwerer oder sehr schwerer
chronisch-obstruktiver Lungenerkrankungen (COPD) eingesetzt wird.
Roflumilast ist in pharmakologischer Hinsicht ein Verwandter des
unspezifischen PDE-Hemmers Theophyllin. Die vom Hersteller empfohlene
Dosis beträgt eine Tablette mit 500 Mikrogramm täglich.

Während der ersten Wochen der Behandlung können (nicht müssen) Symptome
wie Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen auftreten.
Das Präparat wird nicht empfohlen bei Patienten, die in der Anamnese ein
suizidales Verhalten aufgrund von Depressionen zeigten. Während der
Einnahme des Arzneimittels können (nicht müssen) weiterhin
Schlafstörungen, Angstzustände, Nervosität oder depressive Verstimmungen
auftreten.

Roflumilast hat keine akuten erweiternden Eigenschaften von verengten
Bronchien also keine bronchodilatatorischen Effekte und ist somit nicht
als Bedarfsmedikament einsetzbar.

Laut Hersteller wirkt Roflumilast bei Patienten mit schwerer chronisch
obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)**antientzündlich und soll somit
langfristig die Lungenfunktion verbessern*. *Bei Patienten die ein
erhöhtes Exazerbationsrisiko aufzeigen soll es zudem die
Exazerbationsrate senken.

Speziell in Bezug auf das von Dir angesprochene Medikament gab es hier
von Listenteilnehmern in den zurückliegenden 7 Jahren unterschiedlichste
Berichte sowohl in Bezug auf Wirkung, Neben- und Wechselwirkungen als
auch in Bezug auf die zu verabreichende Dosis und den Einnahmezeitpunkt.
Einige Patienten nahmen nach Verordnung durch den behandelnden
Pneumologen aufgrund auftreten oben genannter Nebenwirkungen nur alle 2
Tage 1 bzw. 1/2 Tablette.
Derartige Veränderung des Einnahmezeitpunkts und der Einnahmemenge
müssen ausnahmslos vom behandelnden Lungenfacharzt angeordnet werden und
dürfen nie auf eigene Initiative hin erfolgen.

Es wird stets Patienten geben, bei denen die Medikamente solange wirken
wie es in den Fachinformationen angegeben ist, es wird aber auch solche
geben, bei denen die Medikamente nicht genau den vom Hersteller
angegebenen Zeitraum oder auch gar nicht wirken. Dieses gilt im Übrigen
für alle Medikamente nicht nur für das hier aktuell besprochene.

Ich bin bereits vor vielen Jahren zu der Erkenntnis gelangt, dass man in
Bezug auf Wirkung, Nebenwirkung und Wechselwirkung von Medikamenten gut
beraten ist,
niemals pauschale Aussagen zu machen, da jeder Patient Wirkstoffe
unterschiedlich gut, schlecht oder gar nicht verstoffwechselt.

Insofern Du zur der Gruppe von COPD Patienten gehörst die unter
deutlichem Untergewicht leiden, wäre es sehr gut zu überlegen ob man
dieses Medikament
tatsächlich verabreichen sollte, da es im Rahmen der Therapie nicht
selten zu einer signifikanten Gewichtsabnahme kommen kann (nicht muss).

Fazit: Letztlich wird einzig der Versuch eine Beurteilung darüber
zulassen ob und falls ja, inwieweit Du von einer Therapie mit diesem
Wirkstoff profitierst, und ob sich bei Dir Neben- Wechselwirkungen
einstellen oder nicht. Eine Wirkung, insofern diese auftritt, ist erst
nach einigen Wochen einer regelmäßigen Einnahme zu erwarten.


___________________
Jens Lingemann

Ergänzung zu meiner Mail zum Thema Theophyllin von heute morgen 9:42 Uhr.

Vorab der Hinweis, dass jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente
(Wirkstoffe) reagiert, das trifft sowohl auf die Wirkung, aber auch auf
eventuell sich einstellende Neben- und Wechselwirkungen zu. Es gibt
durchaus eine Anzahl von COPD Erkrankten, die positiv und ohne
Nebenwirkungen auf den Wirkstoff Theophyllin reagieren.

Eine Beurteilung darüber, ob andere Medikamente ersatzweise eine Option
anstelle des Theophyllins für eine weitere medikamentöse Therapie
darstellen könnte, sollte einzig dem behandelnden Lungenfacharzt
(Pneumologen) vorbehalten sein.

Früher, als es noch keine anderen Medikamente zur symptomatischen
Behandlung der COPD gab, gehörte Theophyllin zur medikamentösen
Standardtherapie. In den zurückliegenden 40 Jahren hat es jedoch einen
gewaltigen Fortschritt in Bezug auf andere erweiternde Wirkstoffe
gegeben, bei denen das Verhältnis zwischen der Wirkung und den
auftretenden Nebenwirkungen deutlich günstiger ausfällt als das beim
Wirkstoff Theophyllin der Fall ist.

So gibt es beispielsweise eine große Anzahl von Beta-2-Sympathomimetika:
die schnell wirkenden Notfallmedikamente (Bedarfsmedikamente)
aber auch langwirksam erweiternde (6-8) bzw. bis zu (24) Stunden.

Darüber hinaus gibt es die Gruppe der ebenfalls erweiternd wirksamen
Anticholinergika (8) (12) und (24) Stunden.

Außerdem gibt es eine Vielzahl von Kombinationsmedikamenten, die zwei
bzw. drei
Wirkstoffe beinhalten.

Im Rahmen der dauerhaften Behandlung mit Theophyllin muss unbedingt in
Intervallen der Theophyllinspiegel beobachtet werden. Der Spiegel darf
nicht zu gering sein, da sonst keine Wirkung eintritt. Er darf aber (was
noch viel wichtiger ist), nicht zu hoch sein, da es dann zu einer
Theophyllinvergiftung kommen kann.

Es gibt zudem einige Medikamente, die den Theophyllinspiegel deutlich
anheben. Dieses trifft auch auf Kaffee zu.

Ein beschleunigter Theophyllinabbau und/oder eine verminderte
Bioverfügbarkeit und somit eine verminderte Wirksamkeit treten z.B. bei
Rauchern sowie bei Patienten, die gleichzeitig mit Barbituraten behandelt
werden auf.

Der gegenteilige Verlauf ist jedoch viel gefährlicher. Ein verzögerter
Abbau des Wirkstoffs führt zu einer Erhöhung des
Theophyllin-Blutspiegels mit
einer erhöhten Überdosierungsgefahr, deutlich mehr Nebenwirkungsrisiko
und im schlimmsten Fall einer Vergiftung mit den entsprechenden Folgen.

Dieses kann insbesondere bei gleichzeitiger Behandlung mit z.B.
folgenden Arzneimitteln auftreten:
Antibabypille, Antibiotika der Wirkstoffgruppe der Makrolid, der Chinolone
Ciprofloxacin, bei Calcium-Antagonisten (z.B. Verapamil, Diltiazem),
Allopurinol, Interferon, Immunsuppressiva.
Diese Auflistung nennt nur einen Bruchteil der Wirkstoffe, die den
Theophyllinspiegel je nach Verabreichungsmenge signifikant erhöhen können.

Engmaschige therapiebegleitende Theophyllin-Konzentrationsbestimmungen
werden daher bei solchen Medikationen dringend empfohlen. !!!

Bei einem Theophyllinspiegel zwischen 8–20 µg/ml treten bei 5-10% aller
behandelten Patienten Zittern, Schlafstörungen, Übelkeit sowie
Sodbrennen auf.

Bei einem Theophyllinspiegel zwischen 20–25 µg/ml sind es schon 25 % die
unter deutlicher Unruhe, Erregbarkeit und einer signifikanten Erhöhung
der Herzfrequenz leiden.

Liegt der Spiegel noch höher, kann es bei 75 % der Behandelten zu
schweren Herzrhythmusstörungen, einem schnellen Absinken des
Kaliumspiegels und schweren Krampfanfällen kommen.

Erwähnt werden muss allerdings auch, dass im absoluten Notfall
Theophyllin neben Terbutalin immer noch zu den erweiternd wirksamen
Medikamenten der ersten Wahl gehört.

In entsprechenden Notfallsituationen werden diese Wirkstoffe meist durch
den Notarzt
intravenös verabreicht manchmal auch in Kombination mit Cortison.

Vor allem bei gleichzeitig auftretenden kardiologischen Erkrankungen
werden die behandelnden Ärzte
sicherlich zwischen dem Nutzen und den Nebenwirkungen einer
Theophyllingabe abwägen.


___________________
Jens Lingemann

Info: Ich möchte hier noch meine eigne Erfahrung mit dem Medikament Daxas ergänzen.
Mein Mann COPD Gold5 mit Lungenemphysem und ich COPD Gold 2 und nehmen seit zwei Jahren Daxas. Da der Beginn der Einnahme fast immer mit grossen Schwierigkeiten verbunden ist, haben wir Daxas zu Anfang geviertel und die erste Woche somit „nur“ 1/4 der täglichen Dosis eingenommen. In der zweiten Woche haben wir auf eine 1/2 Tablette erhöht, dritte Woche dann 3/4 und ab der vierten Woche dann eine ganze Daxas. Somit war die Einnahme ohne Nebenwirkungen. Das haben wir unserem Lungenfacharzt mitgeteilt und seitdem empfiehlt sogar der Doktor diese Hilfe bei der Einnahme von Daxas.
Ergebnis: Mein Mann hat wesentlich weniger Exazerbationen und diese sind lange nicht so schlimm und wesentlich kürzer als üblich.
Ich selber habe zum allerersten Mal seit bestimmt 20 Jahren „nur“ eine Erkältung gehabt, die nach einer Woche erledigt war. Ohne Daxas wurden es immer eine Exazerbation und ich war jedes Mal ein viertel Jahr am Husten und ohne Antibiotika ging keine Erkrankung ab. Einen einfachen Schnupfen.. man das kannte ich gar nicht mehr.
Liebe Grüsse, kkk

************************Artikel Ende**********************

20-04-2017 Rüttelplatten-Training

Vor allem Patienten mit schwerer COPD profitieren von Vibrationstraining

Beim Vibrationstraining können COPD-Patienten, die ja unter zunehmender
Atemnot leiden, bei gleichem Atemeinsatz mehr Effekte im Vergleich zu
anderen Trainingsmethoden erreichen. Insofern profitieren vor allem auch
Patienten mit schwerer COPD. Darauf macht die Deutsche Gesellschaft für
Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) anlässlich ihres 58.
Jahreskongresses aufmerksam, der vom 22. bis 25. März 2017 in Stuttgart
stattfand.

Immer mehr Studien zeigen, das Vibrationstraining die körperliche
Leistungsfähigkeit von Patienten mit chronisch-obstruktiver
Lungenerkrankung (COPD) deutlich steigern kann. Darauf macht die
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
anlässlich ihres 58. Jahreskongresses aufmerksam, der vom 22. bis 25.
März 2017 in Stuttgart stattfand. Bei einem Vibrationstraining werden
auf einer vibrierenden Platte stehend verschiedene Übungen absolviert,
bei denen unterschiedliche Muskeln reflektorisch angespannt werden, um
trotz der Vibrationen die Standposition zu halten und dabei gleichzeitig
die beabsichtigten Bewegungen ausführen zu können. „Der große Vorteil
des Vibrationstrainings für COPD-Patienten, die unter zunehmender
Atemnot leiden, ist, dass sie bei gleichem Atemeinsatz mehr Effekte im
Vergleich zu einem herkömmlichen Trainig auf normalem Boden erreichen
können. Insofern profitieren auch Patienten mit schwerer COPD. Der
Zuwachs ihrer muskulären Leistungsfähigkeit lässt sich dabei vor allem
durch eine bessere neuromuskläre Koordinationsfähigkeit und eine größere
Balancefähigkeit aufgrund des Vibrationstrainings erklären“, erklärt Dr.
Rainer Glöckl, Sportwissenschaftler im Fachzentrum für Pneumologie der
Schön Klinik Berchtesgadener Land in Schönau am Königssee, unter
Berufung auf aktuelle Studienergebnisse, die er auf dem DGP-Kongress
vorgestellt hat (s.a. Pneumologie 2017, Band 71(S 01), Seite: S1-S125
und Respiratory Medicine, Volume 126, May 2017, Pages 17-24).

Vibrationstraining verbessert die Balance und Muskelleistung und könnte
das Sturzrisiko senken
In der Untersuchung absolvierten 74 COPD-Patienten, die an einer
dreiwöchigen pneumologischen Rehabilitation teilnahmen, zusätzlich zum
konventionellen Ausdauer- und Krafttraining im Rahmen der Reha dreimal
die Woche ein zweiminütiges Kniebeugentraining auf einer
Vibrationsplatte (mit hoher Intensität von 24 bis 26 Hertz). Im
Vergleich zu COPD-Patienten, die das Kniebeugentraining auf normalem
Boden machten (Kontrollgruppe), konnten die Teilnehmer des
Vibrationstrainings nach drei Wochen eine deutlich längere Gehstrecke
zurücklegen und wiesen eine größere Muskelleistungs- und
Balancefähigkeit auf. „Dabei war der Kraftzuwachs (Zugewinn an
Beinkraft) durch das Vibrationstraining gegenüber der Kontrollgruppe,
die das Kniebeugentraining auf dem Boden gemacht hatte, aber
vergleichbar groß. Deshalb vermuten wir, dass die Steigerung der
körperlichen Leistungsfähigkeit insbesondere durch die neuromuskulären
Verbesserungen beim Vibrationstraining herbeigeführt wurde“, berichtet
Dr. Glöckl und ergänzt: „Eine bessere neuromuskläre
Koordinationsfähigkeit und Balance könnte COPD-Patienten auch vor
Stürzen bewahren und damit ihr Sturzrisiko und die damit verbundene
Verletzungsgefahr senken. Somit könnte Vibrationstraining auch eine
mögliche Methode zur Sturzprävention darstellen. Hierzu sind jedoch noch
weitere Studien notwendig.“

[@uelle Lungenärzte im Netz] [ https://goo.gl/GvY0AL ]

Intervallausdauertraining auch bei sehr schwerer Lungenerkrankung
besonders effektiv

Intervalltraining sollte als bevorzugte Ausdauertrainingsform bei
Patienten mit sehr schwerer Lungenerkrankung angesehen werden, da es
weniger Atemnot als moderates Ausdauertraining verursacht und von
Patienten konsequenter befolgt wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine
Studie von Dr. Rainer Glöckl, die von der Deutschen Lungenstiftung
anlässlich des 58. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie
und Beatmungsmedizin (DGP) mit dem diesjährigen Doktorandenpreis für die
beste klinische Arbeit ausgezeichnet wurde.

Lungenpatienten, die vor einer Lungentransplantation stehen, können
durch Training auf dem Fahrradergometer im Rahmen einer multimodalen
Rehabilitation ihre körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität
effektiv steigern. Im Vergleich zu moderatem Ausdauertraining hat ein
intensives Intervalltraining dabei den Vorteil, dass die Patienten
während des Trainings auf dem Fahrradergometer unter weniger Atemnot
leiden und auch den Trainingsplan konsequenter (mit größerer
Therapietreue bzw. compliance) befolgen. Aufgrund der besseren
Umsetzbarkeit sollte Intervalltraining deshalb als bevorzugte
Ausdauertrainingsform bei Patienten mit sehr schwerer Lungenerkrankung
angesehen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Dr. Rainer
Glöckl von der Fachabteilung Pneumologie der Schön Klinik
Berchtesgadener Land in Schönau am Königssee, die von der Deutschen
Lungenstiftung anlässlich des 58. Kongresses der Deutschen Gesellschaft
für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) mit dem diesjährigen
Doktorandenpreis für die beste klinische Arbeit ausgezeichnet wurde.
„Das Bemerkenswerte dabei ist, dass Dr. Glöckl kein Mediziner, sondern
Sportwissenschaftler ist. Er konnte die Juroren der Deutschen
Lungenstiftung mit seiner umfangreichen Arbeit über Trainingsmethoden
für Lungenpatienten aber derart begeistern, dass sie seine Doktorarbeit
gegenüber allen eingereichten Mediziner-Themen bevorzugten“, erklärt
Prof. Adrian Gillissen, Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen
Lungenstiftung und Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin in der
Ermstalklinik Bad Urach.

Forschung in der Pneumologie zu wenig gefördert
Nach Ansicht der Deutschen Lungenstiftung e.V. werden
Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Lungen- und
Atemwegserkrankungen zu wenig unterstützt, Forschungsförderprogramme für
pneumologische Themen reichen nicht aus. Dabei stehen Lungenkrankheiten
nach Herzleiden und Krebs an dritter Stelle der Todesursachen in
Deutschland. 40 Prozent aller Todesfälle auf Intensivstationen werden
durch Lungenkomplikationen verursacht. Deshalb investiert die Deutsche
Lungenstiftung einen guten Teil der eingehenden Spenden in die Förderung
von Forschung auf dem Gebiet der Lungen- und der Atemwegserkrankungen.

Lungenheilkunde auch in den Medien zu selten erwähnt
Auch in den Medien wird die Lungenheilkunde oft gar nicht erwähnt. „Fast
jeder weiß, wie wichtig gute Luft und richtiges Atmen ist, wie stark
davon gesundes Leben abhängt, doch die Medien machen nur selten bewusst
und konkret darauf aufmerksam. Deshalb fördert die Deutsche
Lungenstiftung auch die öffentliche Aufklärung über pneumologische
Themen in Presse, Hörfunk und Fernsehen mit Hilfe des Wilhelm und
Ingeborg-Roloff-Preises für Journalistinnen und Journalisten“, erläutert
Prof. Gillissen. Dieses Jahr wurde der erste Preis für die sehr
eindringliche und vorbildlich recherchierte Dokumentation „Asbest – die
tödliche Faser. Warum die Gefahr noch lange nicht vorbei ist“ vergeben,
die am 15. August 2016 im Saarländischen Rundfunk zu sehen war.
„Asbestfasern führen oft zu sehr aggressiven Krebsformen und Asbestosen,
und das auch noch nach 30 bis 40 Jahren. Aufgrund dieser Latenz ist für
die nächsten Jahre noch mit Tausenden Neuerkrankten zu rechnen, obwohl
in der EU die Produktion von Asbest längst verboten ist. Ungeachtet
dessen verwundert das für die Anerkennung von asbestbezogenen
Berufskrankheiten restriktive Vorgehen der zuständigen
Berufsgenossenschaften“, betont Prof. Gillissen. Der diesjährige zweite
Wilhelm und Ingeborg-Roloff-Preis wurde ebenfalls auf dem DGP-Kongress
für die beeindruckende und umfassende Fernsehreportage mit dem Titel
„Auf Leben und Tod. Die Organtransplantierer“ überreicht, die der
TV-Sender N 24 am 19. Dezember 2016 ausgesendet hatte. „Dieser
49-minütige Film zeigt die vielfältigen Aktivitäten im
Lungentransplantationszentrum der Medizinischen Hochschule Hannover, wo
Lungen fast dreimal pro Woche übertragen werden – von der Auswahl der
Organe, über deren Transport und die Arbeit der Pathologen bis hin zu
den einzelnen Operationen. Dabei wird deutlich, welche Hürden mit
Organübertragungen verbunden sind und wie viel Logistik außerhalb von
Operationsräumen erforderlich ist“, fasst Prof. Gillissen zusammen.


[@uelle Lungenärzte im Netz] [ https://goo.gl/V0X1sN ]

________________________________________________________

************************Artikel Ende**********************

28-03-2017

Lungenfibrose – Neue Erkenntnisse: Wie wirken Nintedanib und Pirfenidon?

Forscher am Helmholtz Zentrum München, Partner im Deutschen Zentrum für
Lungenforschung (DZL), haben eine neue Wirkweise zweier Medikamente
aufgedeckt, die bei der Behandlung von Idiopathischer Lungenfibrose zum
Einsatz kommen. Die Arbeit wurde im ‚American Journal of Respiratory
Cell and Molecular Biology‘ publiziert.

Bei einer Lungenfibrose („Narbenlunge“) werden vor allem die sogenannten
Kollagene – Moleküle des Bindegewebes – vermehrt produziert. Die
einzelnen Kollagen-Moleküle lagern sich zu sogenannten Kollagenfibrillen
aneinander. Bei Betroffenen beeinträchtigt diese vermehrte Bildung von
Bindegewebe die Sauerstoffaufnahme, verringert die Dehnbarkeit der Lunge
und führt so zu einer Verschlechterung der Lungenfunktion.

Ist die Ursache der Lungenfibrose nicht bekannt, spricht man von einer
Idiopathischen Lungenfibrose (IPF). Die IPF wird momentan vor allem mit
zwei Medikamenten – Nintedanib und Pirfenidon – behandelt. Beide
Substanzen verlangsamen den Verlauf der Krankheit. Die genauen
Wirkmechanismen der Medikamente sind bisher jedoch nur unzureichend geklärt.

Um herauszufinden, wie die Wirkung der Medikamente zustande kommt,
entwickelten die Forscherinnen und Forscher ein Zellkultursystem, in dem
die Entstehung und Reifung der Kollagene optimal untersucht werden kann.
Für Ihre Analysen nutzen sie Bindegewebszellen, die ursprünglich aus
Lungenfibrose-Patienten stammten. Mit Hilfe dieses Systems, konnten die
Wissenschaftler untersuchen, wie genau die Medikamente auf die
Bindegewebszellen der Lunge wirken.
Bildung von Kollagen in der Lunge muss verhindert werden

Ihre Analysen ergaben, dass sowohl Pirfenidon als auch Nintedanib die
Bildung von Kollagenfibrillen verhindert. Konkret reduzieren die
Medikamente zum einen die Entstehung von neuen Kollagenmolekülen und
verhindern zum zweiten, dass diese sich zu größeren Verbänden, den
Kollagenfibrillen, zusammenlagern, so die Forscher.

Nun, da diese Wirkweise der Medikamente verstanden ist, wollen die
Wissenschaftler nach Ansätzen suchen, um die Bildung von
Kollagenfibrillen noch effizienter zu unterbinden. Das neu etablierte
Zellkultursystem soll ihnen dabei weiter gute Dienste leisten. Die
Ergebnisse zeigen, dass mit Hilfe dieses Systems die Kollagenbildung und
die Entstehung der Kollagenfibrillen auf allen regulatorischen Ebenen
untersucht werden kann, sagen die Wissenschaftler. Somit könne es sehr
gut als ein erstes Testsystem für neuartige therapeutische Strategien
für Lungenfibrose genutzt werden.

[@uelle Lungeninformationsdienst] [ https://goo.gl/LVwNYM ]

************************Artikel Ende**********************

28-03-2017

WeanNet der Lungenärzte schafft gleichzeitig mehr Qualität und
Wirtschaftlichkeit

Gut 50% der Patienten, die während einer Intensivbehandlung beatmet
werden mussten, könnten wieder vom Beatmungsgerät entwöhnt werden. Dafür
soll das so genannnte Weannet sorgen, auf das letzte Woche auf dem
Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin
(DGP) in Stuttgart hingewiesen wurde.

Aufgrund der Bevölkerungsstruktur in Deutschland erreichen immer mehr
Menschen ein höheres Lebensalter, in dem Krankheiten häufiger auftreten,
wobei die Betroffenen meist nicht nur an einer einzelnen Krankheit
erkranken, sondern oft an mehreren zugleich. Dies macht die
Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Behandlung wahrscheinlicher,
bei der u.a. auch eine künstliche Beatmung erforderlich wird.
Gleichzeitig wächst dabei die Zahl der Patienten, die nach der Beatmung
nur schwer vom Beatmungsgerät zu entwöhnen sind (sog. Weaning) und
deshalb längerfristig beatmet werden müssen (sog. komplizierte
Weaning-Fälle). Das betrifft hierzulande etwa 15.000 – 30.000 Patienten
und kostet 2-4 Milliarden Euro pro Jahr.

Weaning aus Patientensicht und aus Gründen der Wirtschaftlichkeit
wünschenswert
Die Behandlung von Langzeitbeatmungspatienten, die nach einem
Luftröhrenschnitt über einen Beatmungsschlauch an das Beatmungsgerät
fixiert sind und daher z.B. weder sprechen noch selbstständig essen
können, erfordert natürlich eine große Therapieintensität und absorbiert
rund 50 Prozent der Ressourcen einer Intensivstation. Eine dauerhafte
künstliche Beatmung bedeutet andererseits auch für die Patienten und
ihre Angehörigen eine große Belastung und schränkt die Lebensqualität
der Betroffenen erheblich ein. Deshalb sollten vor dem Beginn einer
dauerhaften außerklinischen Beatmung alle medizinischen Anstrengungen
unternommen werden, den Patienten von der invasiven Beatmung zu
entwöhnen (sog. Weaning). Dazu raten die Lungenärzte der Deutschen
Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Weaningpotenzial wird leider häufig unterschätzt
Dessen ungeachtet hat die Zahl der Fälle von invasiver außerklinischer
Beatmung in den letzten zehn Jahren stark zugenommen. „Dies ist
überwiegend darauf zurückzuführen, dass das Potenzial zur Entwöhnung der
Patienten vom Beatmungsgerät in vielen, nicht-pneumologischen Kliniken
unterschätzt wird“, erklärt Prof. Dr. med. Martin Hetzel, einer der
beiden Tagungspräsidenten des diesjährigen DGP-Kongresses und Chefarzt
der Klinik für Pneumologie, Internistische Intensivmedizin,
Beatmungsmedizin und Allgemeine Innere Medizin am Krankenhaus vom Roten
Kreuz Bad Cannstatt in Stuttgart. „Möglicherweise müssen
Weaning-Anstrengungen aber auch zu früh abgebrochen werden aufgrund der
limitierten Bettenkapazität auf interdiziplinären Intensivstationen.“

WeanNet – Kompetenznetzwerk pneumologischer Weaningzentren gegründet
Deshalb haben sich immer mehr pneumologische Kliniken und Abteilungen in
Deutschland auf die Entwöhnung vom Beatmungsgerät (Weaning)
spezialisiert. Um ein bundesweit kooperierendes Netzwerk solcher
Weaning-Stationen auf- und auszubauen, haben die Beatmungsspezialisten
unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie
und Beatmungsmedizin (DGP) mit dem sogenannten „WeanNet“ ein
Kompetenznetzwerk pneumologischer Weaningzentren gegründet. Dessen
Aufgaben sind der Aufbau eines Weaning-Patienten-Registers zur
Dokumentation aller Behandlungsfälle und die Akkreditierung weiterer
Weaning-Zentren. „Das wesentliche Ziel von WeanNet ist eine Verbesserung
der Zusammenarbeit der spezialisierten Weaningzentren und medizinischen
Behandlungsabläufe, deren externe Qualitätssicherung und eine vermehrte
Versorgungsforschung in diesem Bereich“, erläutert Prof. Hetzel.

Was ist so schwierig am Weaning?
Je länger eine invasive Beatmung andauert, umso stärker wird sich bei
den künstlich beatmeten Patienten die Atemmuskulatur zurückbilden, die
dann wieder mühevoll durch spezielle Weaningstrategien aufgebaut werden
muss. Dazu stehen in den Weaning-Kompetenzzentren spezielle bewegungs-,
physio-, ernährungs- und pharmakotherapeutische Methoden zur Verfügung.
Insofern benötigt eine auf Weaning spezialisierte Intensiveinheit im
Vergleich zu einer allgemeinen Intensivstation ganz andere
Organisationsstrukturen, Abläufe und Expertise. Zudem erfordert die
Beurteilung des grundsätzlichen Weaningpotenzials der überwiegend
schwerkranken und multimorbiden Patienten eine große klinische Erfahrung
bei gleichzeitig hochspezialisierter Ausbildung.

Was bringt Weaning?
Ziel des Weaning ist es, die Patienten so bald wie möglich – alternativ
zur invasiven Beatmung über einen Tubus nach Luftröhrenschnitt – auf
eine nicht-invasive Beatmung mit Nasen- bzw. Mund-Nasen-Maske
umzustellen, die ihnen u.a. ein selbständiges Abhusten, Sprechen und
Essen erlaubt, was Atemwegsinfektionen verhindern und die Genesung der
Patienten deutlich beschleunigen kann. Nicht zuletzt lässt sich auf
diesem Weg auch die Psyche der oft reaktiv-depressiven Patienten
stabilisieren. Dies ermöglicht letztendlich auch eine Entlassung nach
Hause, wo die nicht-invasive Maskenbeatmung dann meistens nur noch
während des Nachtschlafs fortgeführt werden muss. Bei COPD-Patienten mit
überstrapazierter Atemmuskulatur sorgt die nicht-invasive Beatmung für
eine Entlastung der erschöpften Atempumpe, so dass sich diese – ähnlich
wie die Skelettmuskulatur nach sportlicher Betätigung – erholen kann, um
dann im Anschluss an die Beatmung ihre Arbeit für einen begrenzten
Zeitraum wieder ohne Unterstützung verrichten zu können.

60-70% der Patienten können doch noch entwöhnt werden!
In den Weaningeinheiten werden die langzeitbeatmeten Patienten mit einer
Erfolgsrate von über 50% vom Beatmungsgerät entwöhnt. „Rund 60-70% der
Patienten, die auf Akut-Intensivstationen nicht entwöhnt wurden, können
doch noch ein erfolgreiches Weaning erreichen, wenn sie in einem
spezialisierten Weaningzentrum betreut werden. Die Hälfte dieser
Patienten schafft die Entwöhnung von der invasiven Beatmung mit Hilfe
der Umstellung auf eine nicht-invasive Beatmung über Maske“, betont
Prof. Dieter Köhler, ehemaliger Ärztlicher Direktor der Lungenfachklinik
Kloster Grafschaft in Schmallenberg, eines der führenden Beatmungs- und
Entwöhnungszentren in Deutschland. Zudem können in solchen Zentren eine
nach Intensivtherapie häufig vorliegende Muskelschwäche sowie
Schluckstörungen durch multimodale Therapieprogramme beseitigt werden.
Darüber hinaus wird die Therapie der oft zugrundeliegenden
internistischen Multimorbidität optimiert.


[@uelle Lungenärzte im Netz] [ https://goo.gl/ySjau3 ]

************************Artikel Ende**********************

18-03-2017
Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD): Klassifikation geändert

    Nach dem GOLD-Report 2017 wird die Lungenfunktion getrennt von den
    anderen Kriterien betrachtet, um die Behandlung individualisieren zu können.

Nach 6 Jahren bringt die Global Initiative for Chronic Obstructive Lung
Disease (GOLD) eine runderneuerte Fassung ihres Reports heraus (1). Das
Dokument, erstellt auf Grundlage der Analyse der aktuellen Literatur,
soll nach dem Willen der Autoren weltweit als Grundlage für nationale
Leitlinien zur Diagnose, Therapie und Prävention der chronisch
obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) dienen. Das erste GOLD-Dokument
wurde 2001 erstellt und 2011 grundlegend revidiert. In den Folgejahren
sind Ergänzungen publiziert worden. 2017 erfolgte wiederum eine größere
Revision.

Für die Praxis am wichtigsten dürften die neue Klassifikation und die
differenzierten Therapieempfehlungen werden: Die Spirometrie dient
künftig primär dazu, den Schweregrad der chronisch-obstruktiven
Lungenerkrankung (COPD) abzuschätzen; sie verliert ihre Bedeutung für
die Therapieplanung. Therapeutisch setzt GOLD auf Bronchodilatatoren als
„Rückgrat“ und beschränkt die Gabe von inhalativen Steroiden auf
Patienten, die unter dualer Bronchodilatation gehäuft exazerbieren.

Die Einführung der ABCD-Klassifikation im Jahr 2011 stellt in den Augen
der GOLD-Experten „einen wichtigen Durchbruch“ dar, weil erstmals neben
der Lungenfunktion auch patientenrelevante Kriterien berücksichtigt
wurden. In der Praxis brachte die 4-Felder-Tafel, auf der die
Klassifikation basiert, jedoch einige Probleme mit sich: Sie bildete 3
Domänen (Lungenfunktion, Symptome und Exazerbationen) in 2 Dimensionen
ab. Vereinfacht gesagt, teilten sich FEV1 und Exazerbationen eine Achse.

Das führte unter anderem dazu, dass Patienten vor allem wegen ihrer
schlechten Lungenfunktion in Gruppe C und D einsortiert wurden und
seltener wegen ihres hohen Exazerbationsrisikos – mit entsprechenden
Konsequenzen für die Therapie.

Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Spirometrie eher schlecht geeignet
ist, die COPD-Therapie zu steuern, weil die Lungenfunktion im Einzelfall
nur schlecht mit Symptomen, Leitungseinschränkung und Gesundheitszustand
korreliert. Das GOLD-Komitee hat deshalb die FEV1 aus der
4-Felder-Klassifikation herausgenommen und sieht jetzt ein abgestuftes
Vorgehen vor

Spirometrie hat Priorität

Am Anfang steht weiterhin die Spirometrie zur Sicherung der Diagnose
einer obstruktiven Ventilationsstörung. Bei entsprechender Anamnese und
Symptomatik kann von einer COPD ausgegangen werden, wenn das Verhältnis
von FEV1 zu FVC nach Broncholyse kleiner als 0,7 ist. Dieses Kriterium
sei nicht ideal, weil es den altersassoziierten Verlust an
Lungenfunktion nicht berücksichtige und zu Überdiagnosen bei älteren und
Unterdiagnosen bei jüngeren Patienten führe, räumt die GOLD-Gruppe ein.
Es wurde jedoch entschieden, es beizubehalten, weil es ein einfaches
Kriterium ist, das keinen aufwendigen Abgleich mit Altersnormwerten
erfordert.

Die Lungenfunktion wird außerdem genutzt, um den Schweregrad anhand der
Flusslimitierung festzustellen. Die Einteilung entspricht den aus
früheren GOLD-Versionen bekannten Stadien 1 (FEV1 > 80 % vom Soll) bis 4
(FEV1 < 30 % vom Soll).

Für die ABCD-Klassifikation werden nur noch die Symptomatik anhand des
Dyspnoe-Scores mMRC (modifizierter Score des Medical Research Council)
oder des umfassenderen CAT-Scores (COPD Assessment Test) sowie die
Exazerbationsanamnese berücksichtigt. Als „cut-offs“, ab denen ein
Patient als deutlich symptomatisch gilt, wurden mindestens 2 Punkte im
mMRC respektive 10 Punkte im CAT gewählt. Bei den Exazerbationen gilt
ein Patient als Hochrisikokandidat, wenn im zurückliegenden Jahr
mindestens 2 ambulant behandelbare oder 1 hospitalisierungspflichtige
Exazerbation aufgetreten sind.

Ein Beispiel: 2 hochsymptomatische Patienten mit einem CAT von 18
Punkten und schlechter Lungenfunktion (FEV1 < 30 % v. S.), von denen
einer im Vorjahr keine, der andere aber 3 Exazerbationen hatte, wären
nach der alten Klassifikation beide in Gruppe D einsortiert worden.

Nach der neuen Klassifikation bekommt der erste Patient das Label GOLD
4/Gruppe B, der zweite GOLD 4/Gruppe D. Das setzt sich direkt in einen
pharmakotherapeutischen Algorithmus (Grafik) um, der sich – Konsequenz
aus dem oben Gesagten zur Lungenfunktion – in erster Linie nach der
Gruppenzuordnung richtet.

Das GOLD-Komitee äußert dabei klare Präferenzen für die
Erstlinientherapie in den jeweiligen Gruppen, gibt aber auch erstmals
Hinweise, wann und wie die Therapie eskaliert oder deeskaliert werden
sollte.

Bei Gruppe A, also Patienten mit geringer Symptomlast und niedrigem
Exazerbationsrisiko, sollte die Therapie mit einem Bronchodilatator
(ß2-Mimetika, Tiotropium-/Ipratropiumbromid und Theophyllin) begonnen
werden, wobei kurz oder lang wirksame Substanzen gegeben werden können.

Je nach Ansprechen sollte die Therapie fortgeführt, beendet oder auf
einen anderen Wirkstoff gewechselt werden.

Für Gruppe B wird die Behandlung mit einem lang wirksamen
Bronchodilatator empfohlen, entweder einem Anticholinergikum (LAMA) oder
einem Beta2-Agonisten (LABA). Eine Präferenz äußern die GOLD-Autoren an
dieser Stelle nicht.

Bestehen die Symptome fort, sollten LAMA und LABA kombiniert werden,
vorzugsweise als Fixkombination. Hochsymptomatische Patienten können
bereits initial kombiniert behandelt werden. Inhalative Kortikosteroide
(ICS) haben bei Patienten der Gruppen A und B – wie bisher auch – keine
Indikation.

Zu Gruppe C gehören geringsymptomatische Patienten mit hohem
Exazerbationsrisiko. Empfohlen wird hier, mit einem LAMA zu beginnen,
weil diese Substanzklasse Exazerbationen effektiver vorbeugt als LABA.
Exazerbiert der Patient weiter, sollte eine LAMA/LABA-Kombination
gegeben werden.

Alternativ kommt eine Kombination LABA/ICS infrage, doch da ICS das
Pneumonierisiko bei COPD steigern, gibt man der Kombination LAMA/LABA
den Vorzug. Eine Tripletherapie aus LAMA/LABA/ICS ist nicht vorgesehen.

Bei Gruppe D, den hochsymptomatischen Patienten mit hohem
Exazerbationsrisiko, wird bereits zum Einstieg die
Bronchodilatatoren-Kombination empfohlen. Damit trägt GOLD der Tatsache
Rechnung, dass sich LAMA/LABA in der 2016 publizierten FLAME-Studie (2)
als signifikant effektiver erwiesen hat als eine Kombination aus LABA
und ICS.

Die Autoren weisen zudem darauf hin, dass Patienten der Gruppe D ein
deutlich höheres Pneumonierisiko unter ICS-Gabe haben.

Eine LABA/ICS-Therapie kommt jedoch infrage, wenn der Patient zusätzlich
Zeichen einer Asthma-erkrankung aufweist.

Gruppe-D-Patienten, die unter LAMA/LABA weiterhin exazerbieren, können
entweder auf eine Tripletherapie eskaliert oder auf LABA/ICS umgestellt
werden. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Evidenz für beide
Strategien schwach ist.

Bei Patienten, die unter dem Triple immer noch Exazerbationen bekommen,
kommen weitere Optionen wie Roflumilast (bei schlechter Lungenfunktion
und chronischer Bronchitis) oder Makrolide (bei Ex-Rauchern) ins Spiel.

Einen hohen Stellenwert räumt GOLD den nichtmedikamentösen Maßnahmen
ein, vor allem Rauchentwöhnung, pneumologischen Rehabilitationsmaßnahmen
und Lungensport. Ferner gehören Patientenschulung und die Impfungen
gegen Influenza und Pneumokokken zum Standardprogramm.

Komorbiditäten

Ein eigenes Kapitel ist den Begleiterkrankungen gewidmet. Hier gilt der
Grundsatz, dass Komorbiditäten leitliniengerecht therapiert werden
sollten, so als ob der Patient keine COPD hätte – und vice versa. Das
gilt insbesondere auch für kardiovaskuläre Erkrankungen, die bei
COPD-Patienten häufig anzutreffen sind.

Es wird betont, dass die COPD keine Kontraindikation für eine Behandlung
mit Betablockern darstellt, wenn diese aus kardialer Indikation
verordnet werden sollen.

Neue Definitionen

Nach der neuen Definition ist die COPD charakterisiert durch
persistierende respiratorische Symptome und Atemflusslimitierung
aufgrund abnormer Veränderungen der Atemwege und/oder des
Lungenparenchyms. Weggefallen ist das Kriterium Irreversibilität, weil
es mit den neuen lang wirksamen Bronchodilatatoren nicht mehr greift,
und die Assoziation mit einer verstärkten inflammatorischen Reaktion in
der Lunge auf Noxen.

Das heißt nicht, dass es keine Inflammation gibt, sie wird aber stärker
in den Hintergrund gerückt – möglicherweise soll das unterstreichen,
dass auch die antiinflammatorische Therapie gegenüber der
Bronchodilatation an Stellenwert verloren hat. Eine Exazerbation liegt
vor, wenn eine akute Verschlechterung der Symptomatik zusätzliche
Therapie erfordert:

Leichte Exazerbation: Der Patient kann selbst die Bedarfsmedikation
erhöhen.
Moderate Exazerbation: erfordert zusätzlich Antibiotika und/oder
orale Kortikosteroide.
Schwere Exazerbation: Hospitalisierung oder Notarztbehandlung
erforderlich.

Nichtpharmakologische Therapie

Für alle Stufen der COPD (A–D) werden Raucherentwöhnung (auch mit
pharmakologischer Unterstützung), die Grippe- und Pneumokokkenimpfung
sowie physische Aktivität empfohlen.

Für B- bis D-Patienten empfiehlt sich zusätzlich die Rehabilitation,
wobei die Programme sich an den Möglichkeiten und Präferenzen des
Patienten, die Impfungen an den lokalen Impfempfehlungen orientieren
sollten.

Bei untergewichtigen Patienten wird eine Nahrungssupplementation empfohlen.

Individuelle Sauerstofftherapie

Bei pO2 < 55 mmHg (8 kPa) (bei Rechtsherzinsuffizienz < 60 mmHg,
8,5 kPa) beziehungsweise Sättigung < 88 %.
Kontrolle nach 2–3 Monaten unter Raumluftatmung erforderlich, ob
die Sauerstofftherapie noch notwendig ist.
Obwohl bei Patienten mit leichter Ruhehypoxämie (SaO2 88–92 %) oder
Entsättigung unter Belastung generell keine Langzeit-Sauerstofftherapie
empfohlen wird, sollte eine individuelle Entscheidung bei diesen
Patienten erfolgen.


[@uelle ] [ https://goo.gl/IYmQ05 ]

************************Artikel Ende**********************

17-03-2017
Steigender Hitzestress für Lungenpatienten

Sommerliche Hitzewellen erhöhen das zusätzliche tägliche Sterberisiko
bei Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen um bis zu 14 Prozent,
bei längeren Hitzewellen bis zu 43 Prozent.

Immer häufiger kommt es an heißen Tagen zu Verschlechterungen im
Krankheitsverlauf, die nicht selten mit einer Aufnahme ins Krankenhaus
enden. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin
(DGP) empfiehlt daher, Frühwarn- und Interventionssysteme zu erarbeiten
und Lungenpatienten während der Sommermonate telemedizinisch zu
betreuen. Wie das veränderte Klima auch in Deutschland Lungenpatienten
belastet und wie diese vor den Folgen geschützt werden können,
diskutierten Lungenfachärzte anlässlich einer Pressekonferenz im Vorfeld
des DGP-Jahreskongresses, der in der kommenden Woche in Stuttgart
stattfinden wird.

Zwischen drei und fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer
chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). „Exazerbationen, häufen
sich einerseits an Hitzetagen und anderseits in der kalten Jahreszeit,
erklärt Prof. Christian Witt, Pneumologe an der Charité –
Universitätsmedizin Berlin. „Durch die Zunahme von Hitzewellen und
-tagen kommt es zusätzlich auch im Sommer zu einem Anstieg der
Exazerbationen“, so der Experte.

Lungenerkrankungen sind im Sommer mittlerweile der wichtigste Grund für
Notaufnahmen ins Krankenhaus. Beobachtungen von COPD-Patienten während
der Sommermonate zeigen, dass sehr heiße Tage von 25 Grad Celsius oder
mehr das Wohlbefinden und die Belastbarkeit von Lungenpatienten deutlich
verringern. Bei Hitze gibt der Körper nicht nur über die Haut, sondern
auch über die Lunge Wärme ab – die Atemfrequenz erhöht sich leicht. Bei
COPD-Patienten, deren Lunge durch die Erkrankung bereits stark
geschädigt ist, ist dieser Wärmetransport jedoch eingeschränkt.

Führende Klimamodelle sagen vorher, dass ab 2050 jeder zweite Sommer in
Hitzewellen verlaufen wird: „Vor allem in den Großstädten, wo die Hitze
sich besonders stark staut, kann dies weitreichende Folgen für die
Lungenpatienten haben“, warnt Prof. Martin Kohlhäufl, Tagungspräsident
des 58. DGP-Kongresses. „Wir brauchen deshalb Strategien, um
Lungenpatienten während der heißen Sommermonate besser zu unterstützen,
beispielsweise durch eine zusätzliche telemedizinische Betreuung.“ So
könne der Zustand der Patienten rund um die Uhr – auch zu Hause –
beobachtet werden, so dass der Arzt bei einer drohenden Verschlechterung
schneller eingreifen kann. Im Krankenhaus erholen sich Lungenpatienten
schneller, wenn sie in gut klimatisierten Zimmern untergebracht sind,
wie eine Untersuchung der Charité – Universitätsmedizin Berlin zeigt.

Ähnlich wie bei der COPD erwarten Experten vom Klimawandel auch
häufigere Komplikationen bei Asthma-Patienten und Pollenallergikern.
Witt dazu: „Mit zunehmender Erwärmung und veränderter Vegetationsperiode
kann auch die Pollen-Allergen-Exposition ansteigen, also die Ausbreitung
von Pflanzen mit hohem allergenem Potenzial, Zunahme an Pollen,
verlängerte Pollenflugzeiten, zum Beispiel der Ambrosia artemisiifoli.
Besonders in Metropolen kann dies zu einer Morbiditätszunahme von
Allergien führen.“ Bei der Ambrosia artemisiifolia handelt es sich um
eine Pflanze aus der Familie der Korbblütengewächse. Ursprünglich aus
Nordamerika eingeführt, hat sich die Ambrosia in Europa sehr schnell
verbreitet und als Unkraut etabliert. Die Pollen der Ambrosia
artemisiifolia gelten als besonders aggressiv und allergieauslösend.

Insgesamt sei der Effekt klimatischer Veränderungen auf die Verbreitung
von Infektionskrankheiten wegen seiner Komplexität – Faktoren sind hier
Erregereigenschaften, Immunität, Vektorverbreitung und -kompetenz – eher
schwer quantifizierbar, erklärte Witt. „Ableitbar könnte eine Zunahme
von Lungenkrebshäufigkeit infolge der zunehmenden Schadstoffbelastung
der Luft bei höheren Temperaturen und Trockenheit im urbanen Raum sein,
so dass möglicherweise belastete Innenstädte von weniger belasteten
ländlichen Räumen auch für das Risikoprofil der Lungenkrebsentstehung zu
differenzieren sein werden. Bei näherer Betrachtung der Inneren Medizin
fällt auf, dass besonders Patienten mit chronischen Lungenkrankheiten,
weil eben die Lunge auch als Portalorgan für Umwelt- und Klimaeinflüsse
zu verstehen ist, betroffen sind“, so Witt weiter.

Der Experte warnt vor allem vor der Temperaturentwicklung in den Städten
und einem Phänomen, das er als „urbanen Hitzestress“ bezeichnet: „Eine
Art eng umschriebenes Brennglas des Klimawandels ist die urbane
Hitzeinsel in Metropolen im Vergleich zum Umland. Der Temperaturgradient
kann bis zu elf Grad Celsius betragen. Simultan zur Erwärmung der Erde
läuft die Verstädterung, so dass die Auswirkungen des Klimawandels durch
die weltweite Verstädterung zusätzlich aggraviert werden“, so Witt. „Im
Jahr 2014 lebten schon 54 Prozent der Weltbevölkerung in Städten und die
Vereinten Nationen prognostizieren, dass diese Zahl bis 2050 auf 66
Prozent ansteigen wird. Ursächlich ist die Bebauungsstruktur.
Straßenschluchten und große Mengen an verkehrsassozierter Air Pollution,
fehlende natürliche Abkühlungsregulative wie Seen und Wälder führen zu
einer Akkumulation von Hitzestress. Folglich steigen bei zunehmender
Urbanisierung die Zahl urbaner Wärmeinseln und die betroffenen Anteile
der in den Städten lebenden Bevölkerung an.“

In der Klima- und mehr noch in der Gesundheitspolitik gibt es folglich
viel zu tun. „An erster Stelle steht die Anpassung medizinischer
Forschung“, sagt Witt. „Die Grundlagenforschung und klinische Forschung
sind darauf auszurichten, mehr über den Zusammenhang von
Klimaveränderung und Krankheitsverlauf zu erkennen. Der demografische
Wandel und die Multimorbidität älterer Patienten verstärken den
Forschungsbedarf in diesem Bereich – auch unabhängig vom Klimawandel.
Dies erfordert, Aktivitäten, Technologien und bauliche Entwicklungen
gegen Hitzestress voranzutreiben.“ Anpassungsstrategien könnten im
Zusammenhang mit Hitzestress die Hospitalisierungsfrequenz und
Mortalität senken. „Die Gruppe der beteiligten Akteure ist breit und
umfasst unter anderem Universitätsmedizin, Versorgungsmedizin,
Krankenversicherungen, pharmazeutische Industrie,
Telekommunikationstechnologie, Bauwirtschaft, Architektur und
Gesundheitspolitik“, fasst Witt zusammen.

[@uelle Biermann Medizin] [ https://goo.gl/dRfTMo ]

************************Artikel Ende**********************

INFO: Zigarettenrauch bremst Selbstheilung der Lunge

Der Qualm von Zigaretten blockiert Selbstheilungsprozesse in der Lunge
und kann so zur chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) führen.
Das berichten Forscherinnen und Forscher des Helmholtz Zentrums München,
Partner im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL), gemeinsam mit
internationalen Kollegen im ‚American Journal of Respiratory and
Critical Care Medicine‘.

Husten, Bronchitis und Atembeschwerden – das sind die typischen
Anzeichen von COPD. Exakte Zahlen gibt es nicht, aber Schätzungen gehen
davon aus, dass in Deutschland zehn bis zwölf Prozent der Erwachsenen
über 40 Jahren darunter leiden. Experten schätzen die
volkswirtschaftlichen Gesamtkosten, die durch die Krankheit verursacht
werden, auf jährlich fast sechs Milliarden Euro. Weltweit versuchen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler herauszufinden, wie die
Krankheit entsteht und wie sie sich aufhalten lässt.

Ein Ansatz dabei ist der natürliche Selbstheilungsprozess der Lunge, der
bei COPD nicht mehr richtig funktioniert. In gesunden Patienten sorgt
der sogenannte Wnt/Beta-Catenin- Signalweg für die natürliche
Selbsterhaltung der Lunge. In der aktuellen Studie gingen die Forscher
der Frage nach, warum genau dieser Signalweg im Falle einer COPD
blockiert wird. Sie fanden heraus, dass das Molekül Frizzled-4 dabei
eine wichtige Rolle spielt. Frizzled-4 ist ein sogenannter Rezeptor und
sitzt auf der Oberfläche von Lungenzellen. Dort steuert er in gesunden
Menschen die Selbsterneuerung der Zellen über Wnt/Beta-Catenin.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Frizzled-4 im Lungengewebe von
COPD-Patienten und im Speziellen von Rauchern deutlich seltener vorkam
als bei Nicht-Rauchern. Außerdem konnten sie in Zellkultur und im
Modellsystem nachweisen, dass die Aktivität des
Wnt/Beta-Catenin-Signalwegs verringert ist, wenn Frizzled-4 in
Lungenzellen blockiert wird, oder die Zellen Zigarettenrauch ausgesetzt
wurden. Dies hatte zur Folge, dass sich die Lungenzellen schlechter
selbst reparieren und somit auch schlechter selbst heilen konnten. War
der Wnt/Beta-Catenin Signalweg nicht aktiv, wurden zudem bestimmte
Proteine nicht hergestellt, die wichtig für die Elastizität der Lunge
sind, so die Forscher.

Um ihre Ergebnisse im Umkehrschluss zu überprüfen, erhöhten die
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem Zellkulturversuch
künstlich die Menge an Frizzled-4. Dadurch ließ sich der blockierte
Signalweg wieder aktivieren und die vorher verminderten Proteine wurden
wieder in ausreichender Menge hergestellt.

Die Aktivierung des Frizzled-4 Rezeptors kann also dazu beitragen, den
Wnt/Beta-Catenin Signalweg wiederherzustellen und damit auch die
Reparaturprozesse in der Lunge einleiten, sagen die Forscher. Das sei
ein guter Ansatzpunkt für weitere Forschungsarbeiten und künftige
Therapien bei COPD.

[@uelle Lungeninformationsdienst] [ https://goo.gl/IVrhsV ]

************************Artikel Ende**********************

INFO: Lungenfunktion von Frauen verschlechtert sich in den Wechseljahren

Der Beginn der Menopause scheint sich nachteilig auf die Lungenfunktion
von Frauen auszuwirken: Der altersabhängige Verlust der Lungenfunktion
wird beschleunigt. Ein guter Grund mehr für Raucherinnen, das Rauchen
aufzugeben.

Bei Frauen, die in die Wechseljahre kommen, nimmt die Lungenfunktion
schneller ab, als dies altersbedingt ohnehin der Fall ist. Insbesondere
die forcierte Vitalkapazität (FVC) verschlechtert sich in dieser Zeit.
Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der norwegischen Universität
Bergen im Rahmen einer internationalen Bevölkerungsstudie gekommen, in
der 1438 Frauen, die bei Studienbeginn zwischen 25 und 48 Jahre alt
waren, über 20 Jahre hinweg beobachtet wurden (siehe AJRCCM,
Online-Veröffentlichung am 1. Dezember 2016).

Bei Frauen ab Mitte vierzig verändert sich der Hormonhaushalt. Die
Monatsblutung setzt allmählich aus und es kommt zu einer Reihe
körperlicher und psychischer Veränderungen, die vorübergehend mit
Beschwerden wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen verbunden sein können.

Bei den Frauen in der Studie verringerte sich die FVC im Mittel jährlich
um 15,9 ml und die Einsekundenkapazität (FEV1) um 24,1 ml. Verglichen
mit Frauen, die sich noch nicht in der Menopause befanden, war der
FVC-Verlust während der Menopause um 10,2 ml und nach der Menopause um
12,5 ml pro Jahr höher. Demgegenüber betrug der zusätzliche FEV1-Verlust
3,8 bzw. 5,2 ml pro Jahr. Nach Angaben der Studienautoren sind die
Einbußen bei der FVC mit der Auswirkung von zehn
Zigaretten-Päckchenjahren vergleichbar, die bei der FEV1 entsprechen dem
Effekt von zwei Päckchenjahren. Handelte es sich bei den
Studienteilnehmerinnen tatsächlich um Raucherinnen, waren die
Lungenfunktionsverluste natürlich noch stärker ausgeprägt.

Die Wissenschaftler haben für die beschleunigte Abnahme der
Lungenfunktion bei Frauen in den Wechseljahren zwei Erklärungen: Zum
einen können hormonelle Veränderungen auch Entzündungsmechanismen in
Gang setzen, die die Lungenfunktion beeinträchtigen. So seien niedrige
Estradiolspiegel mit vermehrten Entzündungsprozessen verbunden, die mit
niedrigeren FVC- und FEV1-Werten einhergehen. Zum anderen könne auch
eine altersbedingt einsetzende Osteoporose die Lungenfunktion
verschlechtern, wenn sich die Höhe der Brustwirbel verkleinert, was die
Ausdehnung des Brustkorbs beim Einatmen behindern und das Zwerchfell in
eine suboptimale Position bringen könnte.

Nach Ansicht der Studienautoren ist es wichtig, dass Ärzten stärker
bewusst ist, dass sich die Lungengesundheit von Frauen beim Einsetzen
der Menopause oft verschlechtert.

[@uelle Lungenärzte im Netz ] [ https://goo.gl/S0IeNY ]

************************Artikel Ende**********************

INFO: Besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Anzahl gerauchter
Zigaretten und COPD?

Die Wahrscheinlich steigt, wenn man mehr geraucht hat. Aber warum am
Ende jemand COPD bekommt und ­jemand anderer Lungenkrebs oder eine
Herz-Kreislauf-Erkrankung, versteht man noch nicht wirklich. Genetische
Ursachen spielen da sicher eine Rolle. Viele Raucher bekommen ohnehin
gleich mehrere dieser Erkrankungen.

INFO: Wie äussert sich COPD?
Chronische Entzündungen reizen die Bronchien und machen die
Lungenbläschen kaputt. Das Problem ist, dass sich dies schleichend
entwickelt. Dabei entwickelt sich nicht immer gleich ein chronischer
Husten. Bei vielen äussert sich COPD schon früh in einer verringerten
körperlichen Leistungsfähigkeit. Das bemerken die Patienten nicht, weil
sie ihr Verhalten unbewusst über die Jahre anpassen. Das Gleiche gilt
bei der Kurz­atmigkeit. Betroffene meiden einfach zunehmend
entsprechende Situationen.

Wie findet man heraus, ob jemand betroffen ist?
In der Regel, wenn der Patient als langjähriger Raucher chronisch
hustet. Bei diesen Personen sollte der Hausarzt gleich einen
Lungenfunktionstest durchführen.

Was kommt nach der Diagnose?
Rauchstopp, Rauchstopp und nochmals Rauchstopp.

Bilden sich die Schäden zurück?

Nein, aber man kann das Fortschreiten verlangsamen. Ein Rauchstopp ist
dafür extrem wichtig. Die zweite wichtige Massnahme ist: aktiv bleiben.
Körper­liches Training bringt enorm viel.

Sie forschen zu Tests, mit denen sich der Krankheitsverlauf vorhersagen
und eine Therapie finden lässt.
Testen der körperlichen Leistungsfähigkeit, der Lungenfunktion und
Erfassen der Beschwerden sind wichtig. Überraschenderweise ist ein
einfacher Test zuverlässig. Der COPD-Patient muss dabei einfach eine
Minute lang aufstehen und absitzen. Danach lässt sich viel über seine
Gesundheit aussagen.
— [@uelle Tages-Anzeiger Zürich] [ http://alturl.com/t4yu4 ]

Nach Angaben der Deutschen Atemwegsliga haben allein in Deutschland bis zu fünf Millionen Menschen COPD.
Weltweit sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 64 Millionen Menschen betroffen.
Die WHO schätzt, dass COPD bis 2030 weltweit zu den dritthäufigsten
Todesursachen zählen wird.

************************Artikel Ende**********************

Anmerkung: Hier wird noch weiter geschrieben!

Hier werde ich euch so dann und wann die neuesten Tipps und Empfehlungen rein kopieren.
Die aktuellsten Tipps zu oberst.

3 Kommentare zu “COPD News 16-05-2017

Danke für deinen Kommentar ♥ Leider landen 98% eurer Kommentare im Spam ... Ich fische mehrmals täglich danach ♥. Ich wäre sehr zufrieden wenn ihre eure wirkliche Meinung schreibt, nicht was "Frau" gerne lesen würde ;-) Danke schön ♥

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s