Low Carb (wenig Kohlenhydrate)

Eine sättigende Diät

Seit ca 20 Jahren habe ich Übergewicht und nach jeder Diät wurden es letzt endlich mehr Pfunde bis ich eines Tages sagte, jetzt ist Schluss mit Diäten und ich esse was ich will.

Mein Gewicht pendelte sich bei ca 105 kg ein. Mal zwei Kilo mehr, mal 2 Kilo weniger.
Dass das bei einer Grösse von 165 cm viel zu viel ist, war und wird jedem klar sein.

Jahre überlegte ich wie ich diesen Zustand ändern könnte was nicht ganz einfach ist,
denn ich koche gerne und esse auch gerne und ich nasche gerne.
Das ganze brachte mir dann im Jahre 2003 Diabetes ein…
Zum einem vom Übergewicht, zum anderen erblich bedingt.

Da nahm ich ca 10kg ab… und wieder zu.
Mein Langzeitzucker, den damals bei 5,9 lag kletterte im Laufe der Jahre bis auf 9,1. Das war im Dezember 2014. Viel zu hoch.
Normal ist nach heutigem Standard 6,5 bis 7,5.

Mein Mann lag dann Weihnachten 2014 im Krankenhaus und ich futterte aus Frust über seinen schlechten Gesundheitszustand rund um mich zu…
Ohne zu kochen 😦
Silvester kam er dann wieder heim um 14 Tage später wieder in der Klinik zu landen.

Das ging mir echt an die Nieren und ich beschloss mit Low Carb, wenig Kohlenhydrate zu beginnen.
Ich zog mir zeitgleich eine Erkältung zu und wer mich kennt,
weiss das ich auch COPD (Lungenkrankheiten) habe
und jede Erkältung in einer Exazerbation endet und so musste ich zwei mal zwei verschiedene Antibiotikas nehmen, um das ganze halbwegs zu überstehen.

Ich hatte mich im Internet schlau gelesen und beschloss,
eine Diät ist ja nichts für mich, es muss was für auf Dauer her.
Also eine Ernährungsumstellung.
Und je mehr ich über Low Carb nach dachte, desto mehr begriff ich, das ist was für mich.

Nicht auf total strenger Schiene, aber doch so, das meine Nahrung kaum noch aus
Brot, Reis, Nudeln, Zucker, Kartoffeln, Pommes besteht,
sondern ab sofort aus Fleisch, Gemüse, Obst und Eiweiss.

Low Carb ist total klasse. Man ersetzt einfach alle Kohlenhydrate durch Fleisch.

Morgens war erst mal mein Brötchen und Toast gestrichen.
Statt dessen gab es Quark, Müsli, Obst und Eier.

Mittagessen fällt bei uns ja aus, und je nach Bedarf gibt es Nachmittags einen Apfel.

Abends statt Nudelauflauf gab es erst mal Fleisch mit Gemüse bis ich dann im Inet auf viele leckere Rezepte stiess
und es Spass machte, diese nach zu kochen und ich feststellte, das ist ja richtig lecker.

Ich stelle auf meinem Blog immer mal wieder ein Rezept vor, welches ich mir dann für meinen Geschmack zusammen bastelt habe.

Der Erfolg stellte sich langsam ein.
Startete ich Mitte Februar 2015 mit 105,5 kg
so zeigte meine Waage am 12. Juni 2015 88,7 kg
WOW!!!
Es steht eine acht vorne…beim Gewicht, nicht beim Alter 😉
Grosse Freude!!! Seit dem nennt mein Mann mich „mein Schlankes“ obwohl ich da ja noch weit von entfernt bin, aber es tut gut.

Und das beste, man wird satt!!! Man muss nicht hungern.
Das ist ja das schrecklichste an jeder Diät… mit knurrendem Magen herum laufen zu müssen.
Apropro Magen. Mein Magen hat sich inzwischen verkneinert und ich kann gar nicht mehr so gute Portionen essen wie früher.
Ein Sättigungsgefühl hat sich wieder eingestellt… kannte ich gar nicht mehr.

Vll. hat dieser Bericht jetzt den einen oder anderen Mut gemacht und animiert.
Ich will niemanden etwas vormachen, aber diese Form der Ernährung ist schon eine feine Sache.

Man muss nicht hungern, wird gut satt. Braucht keine Kalorien zu zählen, zumindest tue ich das nicht.
Es ist keine Zeit begrenzte Diät, sondern eine Ernährungsumstellung und das ist wichtig.

Insbesondere für Diabetiker ist diese Art der Ernährung empfehlenswert, da Kohlenhydrate sich in Zucker umwandeln und Zucker nun mal den Zuckerspiegel ansteigen lässt, worauf Insulin benötigt wird. Diabetiker können in der regel kein Insulin mehr selbst in ihrer Bauspeicheldrüse herstellen, was wiederum heisst, es muss von aussen her kommen, also spritzen.
Das Insulin muss wiederum abgebaut werden und das bedeutet vermehrte Energie. Daraus resultiert ein Hungergefühl, was ja eigentlich ein Sättigungsgefühl sein sollte.
Ein Teufelskreis entsteht.
Deshalb habe ich im letzten Herbst das Insulin wieder abgesetzt. Ich hatte Hunger ohne Ende und war meinem Höchstgewicht schon wieder verdammt nahe…
Dieser Teufelskreis ist mit der Low Carb Diät unterbrochen.
Proteine und Eiweiss sind die Lösung.
Der Körper hat das schnell raus und merkt, hoppla da fehlt doch was (Kohlenhydrate) und nimmt sich die Energie aus den gespeicherten Körper-Fetten.
Ergebnis: Gewichtsabnahme.

Im Umkehrschluss bedeutet das, will jemand zunehmen,
futtert er am besten Kohlenhydrate 😉 und Fette (Chips und Flips)

Deshalb nennt man die Low Corb Diät auch ketogene Diät.
Der Körper braucht ja Energie und die muss ja irgendwo herkommen, also aus Fetten. Meidet man Fett in anderen Diäten, muss hier Fett verzehrt werden. Zumindest ein wenig und ist das gewünschte Körpergewicht erzielt, muss Fett von aussen zugeführt werden, man soll ja nicht ermüden.
Fleisch und die darin enthaltenen Fette sind dann ober wichtig. Zudem Obst und Gemüse und Fisch. Fisch ist nun nicht so mein Ding, aber Fischliebhaber werden diese Art der Ernährung lieben.

Naturvölker ernähren sich bis heute Zeit noch ketogen und versorgen sich auf diese Weise dauerhaft mit allem, was der Körper so braucht. Die Eskimos zum Beispiel . Kohlenhydrate wie Kartoffeln oder Reis oder Getreide kann in der Kälte ja nicht angebaut werden 😉

Tja und Fleisch ist un mal eine leckere Angelegenheit und alles was Fett enthält, schmckt ja besonders gut. 😉

Übrigens binden Kohlenhydrate Wasser im Körper und das wird bei der LowCarb Diät als erstes ausgeschieden. Erst danach geht der Körper ans Eingemachte (Rettungsring um die Hüfte). Man sollte also viel trinken. Wasser, Tee… ungesüsst

Und noch eines muss man bedenken…
Kohlenhydrate gelten als Gehirnnahrung (Nüsse z.B.).
Deshalb sollte man nicht ganz auf Kohlenhydrate verzichten, aber wer gesund abnehmen will, sollte diese massiv reduzieren.

Wer also auf Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse und Eiweiss steht,
für den gibt es meiner Meinung nach keiner bessere Form des Abnehmens.

Ich sag`s ja… alles in allem also eine sättigende Diät 😉

Allerdings ist es am Anfang ganz schön schwer morgens auf sein Brötchen verzichten zu müssen
und statt dessen Quark oder Obst zu futtern. Aber man gewöhnt sich ganz schnell daran und jetzt schmecken mir die „Rundstücke“ gar nicht mehr.
Stattdessen kaufe ich LowCarb Brötchen oder Brot. Gibt es mittlerweile überall. Selbst im A*di oder L*dl 😉
Nudeln sind auch so ein Thema und Kartoffeln erst recht.
Ich ersetze diese gerne mit Kohlrabi oder Blumenkohl.
Das ganze mit Käse überbacken *gg* lecker… und alles erlaubt!

Nachtrag 22-10-2015

Mein Gewicht beträgt jetzt 83kg
meine Hosengrösse ist von Gr. 50 auf Grösse 44 geschrumpft.
Der Oberkörper wollte nicht so ganz mitziehen.
Ist jedoch von Grösse 50 auf 46/48 geschrumpft.
Ich habe jetzt ca 6 Wochen normal gegessen, also auch wieder Kohlenhydrate
und das zeigt die Waage auch an.
Dennoch bin ich nicht unzufrieden und gestern wieder mit LowCarb gestartet.

Anfang der Woche war ich in der Stadt und habe mir drei neue Jeans gekauft.
Erst hatte ich nur eine gekauft in Gr. 46.
Die habe ich nächsten Tag dann in Gr. 44 umgetauscht
und noch zwei weitere dazu gekauft.
Eine in Jeans-Farbe, eine in schwarz und eine in dunkel rot.
Das war so ober cool eine Hose in Grösse 44… Hammer!!!

Alle meine Ringe sind jetzt entweder wieder passend oder zu gross.
Da lässt mein Schatz mir zur Silbernen Hochzeit meinen zweiten Trauring vergrössern
und nun ist er viel zu gross… aber macht nichts. Ich freu mich einfach.
Ich fühle mich wohl und das ist die Hauptsache.

Ich berichte weiter!

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