Ticket wegen angeblich falsch Parken


Strafzettel
Bochumer ärgert sich über falsches Knöllchen aus Witten
21.01.2015 | 19:22 Uhr

Bochumer ärgert sich über falsches Knöllchen aus Witten – | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
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Witten. Der Langendreerer Herbert Maaß ärgert sich über das Ordnungsamt in Witten. Er hat einen Strafzettel erhalten, das jedoch völlig zu Unrecht.

„Was sind das für Leute? Wollen die um jeden Preis Geld eintreiben?“, ärgert sich Herbert Maaß. Der Autofahrer aus Langendreer wurde von Mitarbeitern des Wittener Ordnungsamtes mit einem Strafzettel bedacht. Heikel: Der Mann hat gar nicht falsch geparkt.

Dass die Parksituation in der Innenstadt kritisch ist, ist hinreichend bekannt: Viele Plätze sind zeitlich begrenzt, gebührenpflichtig sowieso oder nur für Anwohner ausgewiesen. An der Gartenstraße jedoch gibt es einen Straßenabschnitt, in dem auch Auswärtige problemlos halten dürfen.
Durchgezogene Linie ist nicht mehr klar erkennbar

Dort parkt Maaß seinen schwarzen Mercedes an einem Vormittag im April 2014. Und staunt nicht schlecht, als er nach seinen Erledigungen zurückkehrt. Hinter dem Scheibenwischer prangt ein Strafzettel. Den Grund dafür erfährt der 75-Jährige einige Tage später: Von einem Verstoß unter anderem gegen „§ 41 Absatz 1 StVO“ ist die Rede: Zwischen dem geparkten Fahrzeug und der durchgezogenen Mittellinie bestehe ein Abstand von weniger als drei Metern.

„Ich habe mir den ‘Tatort’ nochmals genauer angesehen“, erklärt der pensionierte Kriminalbeamte. „Auf der Fahrbahnmitte befand sich ein weißes Etwas, das mit Fantasie früher einmal eine durchgezogene Linie gewesen sein könnte.“ Aber: Die ist abgefahren und teils verwittert, also nicht mehr als solche erkennbar. Dort, wo sein Fahrzeug steht, ist sie außerdem etwa 80 Zentimeter unterbrochen – nach Straßenarbeiten wurde sie nicht nachgezogen. Herbert Maaß legt schriftlich Einspruch gegen das Knöllchen ein. Das verhängte Verwarnungsgeld beträgt zu dem Zeitpunkt zehn Euro. Und erhöht sich im anschließenden Schreiben auf satte 33,50 Euro.
Akte geht an Staatsanwaltschaft

„Auf meinen begründeten Einspruch wurde darin gar nicht eingegangen“, empört sich der Autofahrer. Ende Juli erhält er ein weiteres Schreiben: „Trotz meines Einspruchs werde der Bußgeldbescheid nicht zurückgenommen, stand da.“ Stattdessen wird die Akte an die Staatsanwaltschaft übergeben. Seine Frau sagt: „Bezahl doch einfach.“ Maaß sieht das nicht ein. Er hat zwar eine Rechtsschutzversicherung. „Aber die brauche ich doch nicht für so was.“

Was folgt, ist eine Vorladung des Amtsgerichts. Vor gut einer Woche wurde verhandelt. Das Ergebnis: Das Verfahren wird eingestellt – zu Lasten der Landeskasse. Auch wenn die Freude darüber überwiegen sollte, ärgert sich Herbert Maaß vor allen Dingen über den zeitlichen, materiellen und nicht zuletzt finanziellen Aufwand, den das Knöllchen für ihn und auch für die Stadt Witten bedeutete.

Die Einstellung des Verfahrens sei für ihn aufgrund der Faktenlage sicher gewesen. Herbert Maaß: „Da frage ich mich ernsthaft, für was werden diese Leute bezahlt?“

Anna Katharina Wrobel

Ich kann diesen Herrn gut verstehen!

Nicht nur einmal bekamen wir ebenfalls Tickets der Stadt Witten und der Stadt Bochum, und immer mit den fadenscheinigsten Gründen.
Da wird auch gerne mal der blaue Behindertenparkausweis vorne links in der Scheibe übersehen und rechts das Ticket angeklemmt 😉

Da gegen an geht kaum jemand, weil das bedeutet
statt 10 oder 15 €uro steigt das Ticket gleich auf diese 33,50€.

Ich finde es gut, dass das jetzt mal jemand durch gezogen hat.
Man darf sich dieser Willkür einfach nicht so ausgeliefert fühlen,
denn dass man bei einem Einspruch gleich 33,50€ zahlen soll muss,
und zähneknirschend die 10-15 € bezahlt,
darauf wird ja scheinbar seitens der Städte spekuliert.

So füllt man neuerdings wohl die klammen Stadtsäckel
oder wie darf man diese Handhabe verstehen?

Ich frage mich was werden sich unsere Stadtväter/mütter noch alles einfallen lassen
um an unsere Gelder zu kommen?

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7 Kommentare zu “Ticket wegen angeblich falsch Parken

    • Das war ich nach dem ersten Ticket auch.
      Vor allem weil ja der blaue Behindertenausweis vor in der Scheibe lag.
      Das waren dann 35,- €
      Die Tussies tuen dann so als wenn man keine Berechtigung hätte 😉

      LG ♥

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  1. Ja, so ist das mit unseren Ordnungshütern. Sie lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen um ihr Stadtsäckchen zu füllen.
    Liebe Grüße und ein erholsames Wochenende wünscht Piri ❤

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    • Ja klar, es müssen ja immer neue Wege gefunden werden, nachdem das Tafelsilber (z.B. Kanalnetz)veräussert wurde.
      Ausserdem haben 16 Städte im Ruhrgebiet – viel mehr gibt es ja auch nicht 😉 –
      hohe Kredite in der Schweiz aufgenommen. Da die Schweitzer letzte Woche beschlossen haben, die Bindung ihrer Franken vom Euro abzukoppeln, wo nie jemand mit gerechnet hat, müssen jetzt extrem höhere Zinsen gezahlt werden. Allein für Bochum macht das 35 Mill. aus.
      Halleluja…
      Alles mögliche wird abgeschafft, verrottet, aber die Bürgermeisterin der Stadt muss unbedingt ihren Musikpalast bauen. Und jetzt nach der Pleite mit den Franken, verkündet sie, sie tritt zur nächsten Bürgermeisterwahl nicht an! Gut was? Ich sag nur SPD…

      Wir haben Schnee. 5 Minuten vor neun fing es an zu schneien. Es war ein ganz rötliches Licht heute morgen, so das klar war, da kommt gleich was runter.
      Da wir 4°C+ haben, schmilzt die weisse Pracht und es gibt wieder Matsch.
      Gleich soll es frieren und dann wird es glatt…
      Mist aber auch, denn ich muss Milch kaufen. Habe ich vergessen und ohne geht gar nicht.
      Da werde ich wohl dadurch müssen.
      Der Liebste hat noch nicht angerufen, darauf warte ich, sonst wäre ich schon unterwegs…

      Sei lieb gegrüsst ❤ und hab ein schönes warmes Wochenende.

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