… eins, zwei, drei, viele … (33)

… eins, zwei, drei, viele … ()

Die liebe Luiserl würde gerne Donnerstags Zahlen sehen… von uns 😉Logo
Also bloggen wir Donnerstags aus Spass an der Freud eine Zahl und das tolle ist,
es ist egal welche Zahl oder Zahlen.
Entweder eine geschriebene Zahl,
oder etwas Gezähltes, etwas Gemaltes, Gefundenes, einfach auf Entdeckungstour gehen….

033 Projekt Luiserl Zahl 18-270-die3k©s

033 Projekt Luiserl Zahl 18-270-die3k©s

Na gefunden?
Meine Zahl laut 18-270 😉

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169/366 Deutsch-Polnische Freundschaft 17. Juni

Der 17. Juni ist von jeher ein besonderer Tag für die Bundesrepublik Deutschland

Im Juni 1953 erleiden die Bürger in der damaligen DDR extremen Hunger. Lange Schlangen bildeten sich vor den Geschäften. Nachts wurde der Strom abgeschaltet und so wurde das Volk der DDR immer unzufriedener.

Ihre Verbitterung wächst zudem extrem, als das SED-Regime die Arbeitsnormen erhöht,
was eigentlich eine Lohnkürzung war.
Ausgerechnet die Bauarbeiter in der Ost-Berliner Stalinallee, dem Prestigeprojekt der SED,
beginnen zu streiken.
Innerhalb weniger Stunden greift dieser Streik auf mehr als 700 Orte über,
weitet sich zum Generalstreik aus und wird schliesslich zum Volksaufstand.
Daraufhin schlägt das SED-Regime mit Hilfe sowjetischer Truppen und deren Panzer den Aufstand blutig nieder.

Die damalige Bundesrepublik Deutschland erklärte danach den 17. Juni als „Tag der deutschen Einheit“ zum gesetzlichen Feiertag.
Der 17. Juni sollte an die Menschen erinnern, die für ihre Rechte und ihre Freiheit gekämpft und gelitten haben.
Vor allem aber sollte daran erinnert werden, dass die beiden deutschen Staaten, Ost und West, zusammengehörten.

Dann kam die Maueröffnung im November 1989 und der Tag der deutschen Einheit wurde auf den 3. Oktober verlegt. Erstmals 1990 gefeiert.
Der 17. Juni bekam den Status eines Gedenktages. Der Feiertag wurde aufgehoben.
Es blieben aber Ausstellungen, Vorträgen und Diskussionen, denn dieser Tag soll nach wie vor erinnern.
Bundesweit werden zum Zeichen des Gedenkens öffentliche Gebäude beflaggt.

Die Ereignisse der Jahre 1989/90 riefen eine Neuregelung des Verhältnisses zu Polen aus.
Nach dem Ende der SED-Herrschaft und dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik erforderten die deutsch-polnischen Beziehungen eine neue Rechtsgrundlage.

Der alte Vertrag von 1970 „über die Grundlagen der Normalisierung“ musste aufgefrischt werden.
Der deutsch-polnische Grundlagenvertrag, drei mal verlängert, erste Mal nach 10 Jahren, dann jeweils nach 5 Jahren,
wurde nach zwei Jahrzehnten durch den Nachbarschaftsvertrag 1991 abgelöst

Er wurde am 17. Juni 1991 von Premier Jan Bielecki und Bundeskanzler Helmut Kohl sowie die Außenminister der beiden Länder unterzeichnet
und bekam die Bezeichnung „gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ !

Ich erinnere an den Kniefall vom damaligen Bundeskanzler Willy Brandt vor dem Warschauer Ghetto-Denkmal.

In diesen Jahren ging es den Polen richtig schlecht
und viele kamen in die Bundesrepublik in der Hoffnung auf Arbeit und ein besseres Leben.
Hier bekamen sie Sprachunterricht, wobei viele schon deutsch sprachen, weil ja deutsch stämmig,
es aber in Polen dann verboten war.
Die Männer suchten sich Arbeit, Wohnung und holten ihre Familien nach.
Heute sollen weit über 800 000 ehemalige Polen bei uns in Deutschland leben.

Somit jährt sich die „Deutsch-Polnische Freundschaft“ heute zum 25. Mal.

Ich bin mit vielen Polen bzw. Schlesiern befreundet und muss sagen,
fast ausschliesslich nette Menschen.
Sie haben sich angepasst, leben wie du und ich,
gehen auf uns Deutsche zu und laden uns zu sich ein.