233/366 Tag der Trinkhallen 20. August

Dieses Jahr steht der 20. August im Zeichen der Trinkhallen.
Im Ruhrgebiet gerne auch mal „Bude“ genannt.
Einst als Fabrik eigene Verkaufsstelle für die Malocher von den Fabrikbesitzern eröffnet,
weiteten sie sich rasant in den 50er im Ruhrgebiet aus.
Quasi an jeder Ecke gab und gibt es solche Buden,
wo man von früh bis spät sich mit Tabak, Bier, Zeitung und Süssem eindecken kann.

In Laufe der Jahre wurden die Buden immer weniger,
das Angebot steigt jedoch immer mehr.
Inzwischen bekommt man sein Frühstücksbrötchen,
die Bulette auf der Hand genauso wie WC Papier und Erbsensuppe dort „anne Ecke“.
Vom Flachmann ganz zu schweigen.
Ich kaufe dort immer meine Brausebonbons 🙂 😉
Rauchen … ne keiner von uns.
Bier, ja Dr. Vielguut. Aber selten von der Bude.
Zeitschriften… kaufe ich seit Jahren nicht mehr. Ich lese alles im Netz.
Die TV Zeitschrift ist abonniert, sonst würden wir zu oft plötzlich Samstagsabends ohne da stehen…

Heute wird es viele Veranstaltungen in diesen Buden geben.
Ich hatte ja schon vor ewigen Zeiten mal geschrieben,
dass in den grösseren Buden hin und wieder ganz spontane Veranstaltungen statt finden.
Das wird es heute Abend zu Hauf geben.

Ohne Bude geht eben im Ruhrgebiet gar nichts,
obgleich mit den erweiterten Öffnungszeiten der Geschäfte (ab 6 Uhr bis 22 Uhr)
viele Buden aus wirtschaftlichen Gründen inzwischen schliessen mussten.

So eine Bude ist nicht nur ein Ver/Kaufstand, nein jeder kennt jeden.
Der Besitzer ist Verkäufer und Seelentröster in einer Person.
Man kennt sich eben im Pott…
Und das ist gut so!

Habt ihr auch so`ne Bude umme Ecke?

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